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PostgreSQL auf Azure: schnellere Oracle-Migration

3 Min. Lesezeit

Zusammenfassung

Microsoft zeigte, wie Azure Database for PostgreSQL und das neue Azure HorizonDB Unternehmen dabei helfen, veraltete Oracle-Umgebungen mit besserer Skalierung, höherer Leistung und niedrigeren Betriebskosten zu modernisieren. Das Update führt außerdem ein KI-gestütztes Oracle-zu-PostgreSQL-Migrationstool in der Preview ein, das die Migrationskomplexität für Entwickler und IT-Teams reduzieren soll.

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Einleitung

Unternehmen mit veralteten Oracle-Datenbanken stehen unter Druck, Kosten zu senken, die Leistung zu verbessern und zu modernisieren, ohne geschäftskritische Anwendungen zu beeinträchtigen. Microsofts jüngstes Azure-Update positioniert PostgreSQL als zentralen Modernisierungspfad und kombiniert Migrationstools, Sicherheit auf Enterprise-Niveau und neue Skalierungsoptionen für anspruchsvolle Workloads.

Was ist neu

Verbesserungen bei Azure Database for PostgreSQL

Microsoft investiert weiterhin in Azure Database for PostgreSQL als unternehmenstaugliche Plattform für Produktions-Workloads. Zu den hervorgehobenen Funktionen gehören:

  • v6-series Compute-SKUs mit Skalierung bis zu 192 vCores
  • Elastic clusters with Citus für horizontale Skalierung über verteilte PostgreSQL-Knoten
  • SSD v2 storage für höhere IOPS und geringere Latenz
  • Azure Monitor integration für Performanceüberwachung und Tuning
  • Sicherheitsfunktionen wie Microsoft Defender for Cloud, Entra ID integration, private endpoints, confidential compute und encryption

KI-gestütztes Oracle-Migrationstool in Preview

Eine wichtige Ankündigung ist das AI-assisted Oracle-to-PostgreSQL migration tool, das jetzt in der Preview in der PostgreSQL-Erweiterung für Visual Studio Code verfügbar ist.

Laut Microsoft kann das Tool:

  • Oracle-Schemas und gespeicherte Prozeduren analysieren und konvertieren
  • Java- und .NET-Anwendungscode für PostgreSQL-Kompatibilität aktualisieren
  • SQL-Abfragen und Aufrufe gespeicherter Prozeduren umschreiben
  • Unit-Tests generieren und Validierungen in einer Scratch-PostgreSQL-Umgebung ausführen
  • Side-by-side-Vergleiche und Migrationsberichte bereitstellen

Das Tool nutzt GitHub Copilot und einen Multi-Agent-KI-Ansatz, um manuelle Nacharbeit zu reduzieren und das Migrationsrisiko zu senken.

Azure HorizonDB startet in die private Preview

Microsoft stellte außerdem Azure HorizonDB vor, einen neuen cloudnativen PostgreSQL-Dienst für Workloads in sehr großem Maßstab. In der private Preview unterstützt er:

  • Bis zu 3.072 vCores
  • Bis zu 128 TB automatisch skalierenden Speicher
  • Sub-millisecond multi-zone commit latencies
  • Bis zu 3x höheren Durchsatz als selbstverwaltetes PostgreSQL

Warum das für IT-Teams wichtig ist

Für Administratoren und Architekten ist diese Ankündigung bedeutsam, weil sie beide Seiten der Modernisierung adressiert: Migrationskomplexität und Leistung nach der Migration. Teams, die Oracle ablösen, sehen sich häufig mit Kompatibilitätsbedenken, Ausfallrisiken und Qualifikationslücken konfrontiert. Microsoft versucht, diese Hürden mit eingebetteten KI-Tools und verwalteten PostgreSQL-Diensten auf Azure zu senken.

Das Kundenbeispiel von Apollo Hospitals zeigt die potenziellen Geschäftsauswirkungen, darunter 60 % niedrigere Betriebskosten, 3x bessere Systemleistung und eine schnellere Bereitstellung nach der Migration von Oracle zu Azure Database for PostgreSQL.

Nächste Schritte

IT-Verantwortliche, die eine Datenbankmodernisierung bewerten, sollten:

  • Oracle-abhängige Anwendungen auf ihre Eignung für eine PostgreSQL-Migration prüfen
  • Das KI-gestützte Migrationstool in der Preview für Schema- und Codekonvertierungsszenarien testen
  • Bewerten, ob Azure Database for PostgreSQL die aktuellen Workload-Anforderungen erfüllt
  • Azure HorizonDB beobachten, wenn ultra-große PostgreSQL-Skalierung künftig erforderlich ist

Für Unternehmen, die eine Oracle-Exit-Strategie planen, macht Microsoft PostgreSQL auf Azure zu einer deutlich überzeugenderen Option.

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