Azure AI-Infrastruktur: Updates von der NVIDIA GTC
Zusammenfassung
Microsoft hat auf der NVIDIA GTC wichtige Azure AI-Neuerungen angekündigt, darunter erweiterte Microsoft Foundry-Funktionen, neue Azure-Infrastruktur für inferenzlastige AI-Workloads und eine vertiefte Unterstützung für Physical AI. Diese Änderungen sind relevant, weil sie Unternehmen dabei helfen, produktionsreife AI-Agents zu entwickeln und zu betreiben, sich auf die nächste Generation von NVIDIA-Systemen vorzubereiten und AI auf regulierte sowie reale operative Umgebungen auszuweiten.
Audio-Zusammenfassung
Einführung
Microsoft hat die NVIDIA GTC genutzt, um eine breitere Azure AI-Strategie vorzustellen, die sich auf produktionsreife Agents, inferenzoptimierte Infrastruktur und Physical AI konzentriert. Für IT-Führungskräfte und Plattformteams signalisiert die Ankündigung schnellere Wege von AI-Experimenten hin zu einer kontrollierten Enterprise-Bereitstellung.
Was ist neu in Microsoft Foundry
Microsoft hat Microsoft Foundry als Enterprise-AI-Plattform für das Erstellen, Bereitstellen und Betreiben von Agents in großem Maßstab erweitert.
Zu den wichtigsten Updates gehören:
- Foundry Agent Service ist jetzt allgemein verfügbar, um AI-Agents zu erstellen, die über Tools, Daten und Workflows hinweg schlussfolgern, planen und handeln können.
- Observability in the Foundry Control Plane ist ebenfalls allgemein verfügbar und gibt Teams bessere Einblicke in das Verhalten und den Betrieb von Agents.
- Die Voice Live API-Integration für Foundry Agent Service ist jetzt als Public Preview verfügbar und ermöglicht sprachbasierte sowie multimodale Echtzeit-Agent-Erlebnisse.
- Ein überarbeitetes Microsoft Foundry-Portal ist jetzt allgemein verfügbar.
- NVIDIA Nemotron-Modelle sind jetzt in Microsoft Foundry verfügbar und erweitern den Modellkatalog für Enterprise-AI-Workloads.
Microsoft hob außerdem zusätzliche Integrationen mit Sicherheits- und Governance-Partnern wie Palo Alto Networks Prisma AIRS und Zenity hervor.
Azure AI-Infrastruktur erhält deutlichen Ausbau
Microsoft erweitert außerdem die Azure-Infrastruktur, um inferenzlastige, reasoning-basierte AI-Workloads zu unterstützen.
Zu den Highlights gehören:
- Azure ist die erste Hyperscale-Cloud, die NVIDIA Vera Rubin NVL72-Systeme in Microsoft-Laboren in Betrieb nimmt.
- Vera Rubin NVL72 soll in den kommenden Monaten in Azure-Rechenzentren eingeführt werden.
- Microsoft erklärt, weltweit bereits Hunderttausende flüssigkeitsgekühlte Grace Blackwell GPUs in weniger als einem Jahr bereitgestellt zu haben.
- Azure Local bietet jetzt erste Unterstützung für die NVIDIA Vera Rubin-Plattform und hilft Kunden in souveränen und regulierten Umgebungen, fortschrittliche AI näher am Speicherort der Daten auszuführen.
Physical AI und digitale Zwillinge in Azure
Microsoft und NVIDIA intensivieren außerdem ihre Zusammenarbeit rund um Physical AI.
Neue Funktionen umfassen:
- Ein öffentliches Azure Physical AI Toolchain GitHub-Repository, integriert mit NVIDIA Physical AI Data Factory und zentralen Azure-Diensten.
- Eine tiefere Integration zwischen Microsoft Fabric und NVIDIA Omniverse-Bibliotheken.
- Unterstützung für Workflows, die Live-Betriebsdaten, digitale Zwillinge, Simulation und AI-gesteuerte Aktionen verbinden.
Das ist besonders relevant für Fertigung, Energie und industrielle Betriebsabläufe, in denen Unternehmen AI über Dashboards hinaus in Richtung Echtzeit-Entscheidungsunterstützung und Automatisierung bringen möchten.
Warum das für IT-Admins wichtig ist
Für Azure-Administratoren und Enterprise-Architekten weisen diese Ankündigungen auf drei Prioritäten hin:
- Bessere Tools, um AI-Agents vom Pilotprojekt in die Produktion zu überführen
- Mehr Infrastruktur-Optionen für hochperformante Inferenz- und Reasoning-Workloads
- Stärkere Unterstützung für regulierte, souveräne und Edge-Szenarien mit Azure-konsistenter Governance
Nächste Schritte
Unternehmen, die Azure AI evaluieren, sollten die GA-Funktionen von Microsoft Foundry prüfen, die Unterstützung für Nemotron-Modelle bewerten und die Azure-Verfügbarkeit von Vera Rubin NVL72 im Blick behalten. Teams in industriellen Sektoren sollten außerdem die neue Physical AI Toolchain und die Fabric-Omniverse-Integration für Anwendungsfälle rund um digitale Zwillinge und Simulationen prüfen.
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