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Microsoft Entra Internet Access: AI-Sicherheit

3 Min. Lesezeit

Zusammenfassung

Microsoft hat neue allgemein verfügbare und Preview-Funktionen für Entra Internet Access und Entra Private Access angekündigt – mit starkem Fokus auf die Absicherung von AI-, Web- und privatem App-Datenverkehr. Die Updates geben IT-Teams mehr Transparenz bei Shadow AI, Prompt-Injection-Risiken, nicht verwalteten Geräten und privatem App-Zugriff und erweitern Zero Trust-Kontrollen auf weitere Szenarien.

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Einführung

Microsoft erweitert seine identitätszentrierte Secure Access Service Edge-Strategie um neue Funktionen in Microsoft Entra Internet Access und Microsoft Entra Private Access. Für IT-Admins ist die wichtigste Neuerung eine klarere Kontrolle über AI-Nutzung, Web-Traffic und privaten App-Zugriff – ohne auf traditionelle perimeterbasierte Sicherheit angewiesen zu sein.

Was ist neu in Entra Internet Access

Mehrere Funktionen für AI- und Web-Schutz sind jetzt allgemein verfügbar:

  • Shadow AI discovery hilft dabei, nicht genehmigte AI-Tools und SaaS-Apps zu identifizieren, die in der Organisation genutzt werden.
  • Prompt Injection Protection wurde entwickelt, um schädliche Prompts zu stoppen, die AI-Modelle manipulieren oder sensible Daten offenlegen sollen.
  • Network content filtering kann das Hochladen sensibler Dateien zu nicht genehmigten AI-Diensten blockieren.
  • URL filtering and threat intelligence verbessern den Schutz vor schädlichen oder riskanten Websites.
  • Cloud firewall for remote networks bietet granularere Richtliniendurchsetzung für den Traffic von Niederlassungen und Remote-Standorten.
  • iOS support and remote network connectivity erweitern den Schutz auf mehr Benutzer- und Geräteszenarien.

Was ist neu in der Public Preview

Microsoft hat außerdem mehrere Preview-Funktionen vorgestellt, die auf mehr Flexibilität bei der Bereitstellung abzielen:

  • BYOD with client in Entra Private Access für Zero Trust-Zugriff von nicht verwalteten Geräten.
  • Explicit Forward Proxy for Entra Internet Access zur Unterstützung agentenloser und älterer Geräte mit PAC-Dateien.
  • Secure Browser Integration für mit Intune verwaltetes Microsoft Edge mit TLS-Inspektion und Richtliniendurchsetzung.
  • Shadow MCP visibility zur Identifizierung nicht autorisierter oder risikoreicher MCP-Server und zur Überwachung AI-bezogener Traffic-Pfade.

Was ist neu in Entra Private Access

Bei privaten Anwendungen setzt Microsoft seine Abkehr von klassischen VPNs fort:

  • External User Access schützt Partner und Auftragnehmer mit Zero Trust-Kontrollen.
  • Intelligent Local Access verbessert die Routing-Effizienz, um Latenzen zu reduzieren und unnötiges Backhauling zu vermeiden.

Warum das für IT-Admins wichtig ist

Diese Updates sind wichtig, weil die Einführung von AI schneller voranschreitet, als viele Governance-Programme mithalten können. Entra Internet Access gibt Administratoren mehr Transparenz bei der Nutzung von Shadow AI und stärkere Kontrollen, um Datenabfluss und AI-spezifische Bedrohungen zu verhindern. Gleichzeitig erweitert Entra Private Access die sicheren Zugriffsoptionen für Auftragnehmer, nicht verwaltete Geräte und hybride Umgebungen.

Nächste Schritte

IT-Teams sollten prüfen, ob aktuelle Richtlinien AI-Tools, nicht verwaltete Geräte und externe Benutzer abdecken. Wenn Sie Microsoft Entra bereits nutzen, ist jetzt ein guter Zeitpunkt, die neuen allgemein verfügbaren Kontrollen zu bewerten und Preview-Funktionen wie Secure Browser Integration und BYOD-Zugriff zu testen. Organisationen, die noch auf traditionelle VPN- und Web-Filtering-Ansätze setzen, sollten ebenfalls prüfen, ob Global Secure Access die Zero Trust-Durchsetzung vereinfachen kann.

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