Microsoft Entra SASE: So gelingt der Einstieg
Zusammenfassung
Microsofts aktuelle Entra-Leitlinien erläutern die SASE-Grundlagen für Organisationen, die sicheren Zugriff in Cloud-first- und hybriden Arbeitsumgebungen modernisieren. Der Beitrag erklärt die Unterschiede zwischen SASE und SSE, zeigt die Einordnung in Zero Trust und beschreibt erste Schritte mit Microsoft Global Secure Access.
Einführung
Da immer mehr Organisationen auf SaaS, hybrides Arbeiten und verteilte Teams setzen, werden traditionelle perimeterbasierte Zugriffsmodelle zunehmend schwieriger zu verwalten. Microsofts neue Entra-Leitlinien zu Secure Access Service Edge (SASE) bieten IT- und Sicherheitsteams einen praxisnahen Ausgangspunkt, um modernen sicheren Zugriff zu verstehen, bevor Architektur- oder Anbieterentscheidungen getroffen werden.
Was ist SASE?
SASE ist ein cloudbasiertes Framework, das Netzwerk- und Sicherheitsdienste in einem einheitlichen Zugriffsmodell zusammenführt. Anstatt davon auszugehen, dass sich Benutzer und Apps hinter einem Unternehmensnetzwerk befinden, wendet SASE Zugriffs- und Sicherheitsrichtlinien näher am Benutzer und an der Anwendung an.
Ein zentrales Thema in Microsofts Leitlinien ist, dass SASE Organisationen von netzwerkzentriertem Vertrauen zu identitätszentriertem Zugriff führt und damit eng mit Zero Trust-Strategien verbunden ist.
Was ist neu an Microsofts Leitlinien?
Microsofts Artikel konzentriert sich auf grundlegende Aufklärung statt auf eine Produkteinführung. Wichtige Erkenntnisse sind:
- SASE ist ein Framework, kein einzelnes Produkt
- Identity-aware access ist zentral für das Design modernen sicheren Zugriffs
- Cloud-delivered networking and integrated security sind wesentliche Bausteine
- Globale Bereitstellung hilft, Richtlinien für Remote- und verteilte Benutzer konsistent anzuwenden
- SASE und Zero Trust sind komplementäre, keine konkurrierenden Modelle
SASE vs. SSE
Einer der nützlichsten Punkte für Admins ist Microsofts Erklärung zu SASE vs. Security Service Edge (SSE):
- SSE konzentriert sich auf die Absicherung des Zugriffs auf Web-, SaaS- und private Anwendungen
- SASE umfasst SSE-Funktionen sowie breitere Netzwerk- und Konnektivitätsfunktionen
Für viele Organisationen kann der Einstieg mit SSE ein realistischerer erster Schritt sein, bevor die Netzwerkarchitektur umfassender neu gestaltet wird.
Warum das für IT-Admins wichtig ist
Diese Leitlinien sind besonders relevant für Teams, die sich mit folgenden Themen befassen:
- Remote- und Hybrid-Mitarbeiter
- Multi-Cloud- und SaaS-Einführung
- Zugriff durch Drittanbieter oder Auftragnehmer
- Ersatz oder Modernisierung von VPN
- Roadmaps für die Zero Trust-Implementierung
Microsoft positioniert SASE als praxisnahen Weg, Zero Trust in realen Umgebungen umzusetzen, in denen Benutzer, Geräte und Anwendungen nicht mehr an ein einzelnes Unternehmensnetzwerk gebunden sind.
So starten Sie mit Microsoft Global Secure Access
Microsoft empfiehlt, die Einführung mit Microsoft Global Secure Access zu beginnen. Zu den ersten Schritten gehören:
- Bereitstellung des traffic forwarding client
- Verwendung von Conditional Access zur Durchsetzung identitätsbasierter Richtlinien
- Aktivierung von shadow AI visibility zur Überwachung nicht genehmigter App-Nutzung
Diese Maßnahmen können Organisationen dabei helfen, die Zugriffskontrolle schon heute zu verbessern und gleichzeitig die Grundlage für eine umfassendere SASE-Architektur zu schaffen.
Nächste Schritte
IT-Verantwortliche sollten diese Leitlinien nutzen, um Netzwerk-, Sicherheits- und Identitätsteams auf gemeinsame Begriffe und Ziele auszurichten. Definieren Sie vor der Bewertung von Tools, was SASE in Ihrer Umgebung bedeuten soll, identifizieren Sie schnelle Erfolge mit Kontrollen im SSE-Stil und prüfen Sie Microsofts Dokumentation zu Global Secure Access und Zero Trust für eine schrittweise Einführung.
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