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Microsoft Intune Suite in Microsoft 365 E3/E5 ab Q3 2026

3 Min. Lesezeit

Zusammenfassung

Microsoft erweitert ab Q3 2026 zentrale Funktionen der Intune Suite auf Microsoft 365 E3/E5 beziehungsweise EMS E3, darunter Remote Help, Advanced Analytics, Microsoft Tunnel für MAM sowie erweitertes Management für Spezialgeräte und Firmware-Updates. Das ist für Unternehmen wichtig, weil sie damit ohne separate Zusatzlizenzen mehr Sicherheits-, Support- und Verwaltungsfunktionen erhalten, ihre Endpoint-Kosten senken und Zero-Trust-Strategien in zunehmend verteilten und BYOD-geprägten Umgebungen besser umsetzen können.

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Einführung

Endpoint-Umgebungen sind größer, vielfältiger und verteilter als je zuvor – während Budgets und Personalressourcen knapp bleiben. Microsoft reagiert darauf, indem es erweiterte Intune Suite-Funktionen in Microsoft 365 E3 und Microsoft 365 E5 ausweitet. Ziel ist es, Unternehmen dabei zu unterstützen, Endpoint-Betrieb zu skalieren, die Gesamtbetriebskosten (TCO) zu senken und Zero Trust-Kontrollen zu stärken – insbesondere, da AI-gestützte Bedrohungen zunehmen.

Rollout-Hinweis: Neue Funktionen beginnen mit dem Rollout CY26 Q3. Kunden erhalten 30 Tage vorher eine Message Center-Mitteilung, bevor das Update ihren Tenant erreicht.

Was ist neu (Lizenzierung und Funktionsausweitung)

Microsoft verlagert zentrale Intune Suite-Funktionen in breitere Microsoft 365/EMS-Angebote:

Hinzugefügt zu EMS E3 (mehr Wert für Microsoft 365 E3)

  • Intune Remote Help: Remote-Unterstützung auf Enterprise-Niveau mit Auditierbarkeit und starken Zugriffskontrollen.
  • Intune Advanced Analytics: AI-gestützte Insights und Anomalieerkennung zur Identifikation von Device-Health-Problemen und digitaler Reibung.
  • Microsoft Tunnel for Mobile Application Management (MAM): Sicherer, app-spezifischer VPN-Zugriff auf Unternehmensressourcen ohne Device-Enrollment, geeignet für datenschutzfreundliche BYOD-Szenarien.
  • Specialty device management and firmware updates: Breitere Unterstützung für das Management nicht-traditioneller Endpoints und das aktuelle Halten von Firmware.

Hinzugefügt zu Microsoft 365 E5

  • Intune Endpoint Privilege Management (EPM): Ermöglicht Least Privilege mit Just-in-Time-Elevation für genehmigte Apps/Services und reduziert Risiken durch lokale Admin-Rechte.
  • Intune Enterprise Application Management (EAM): Vereinfacht App-Packaging, Bereitstellung und Updates über einen kuratierten Katalog mit 1.000+ vorgepackten Anwendungen.
  • Microsoft Cloud PKI: Cloud-basiertes Certificate Lifecycle Management zur Unterstützung zertifikatsbasierter Authentifizierung (z. B. Wi-Fi/VPN) bei gleichzeitiger Reduzierung der Abhängigkeit von On-Prem PKI.

Warum das wichtig ist: Security + Produktivität im großen Maßstab

  • Zero Trust-Enablement: Microsoft hebt hervor, dass Remote-Management-Tools in Angriffen häufig missbraucht werden; EPM und richtlinienbasierte Elevation helfen, den Blast Radius bei Credential-Theft und unautorisierter Admin-Aktivität zu reduzieren.
  • AI-gestützte Operations: Mit Security Copilot in Intune und neuen Agent-Funktionen (rund um Ignite angekündigt) können Admins Intune-Insights per Natural Language abfragen und Maßnahmen auslösen (inklusive Unterstützung für KQL) – das beschleunigt Troubleshooting und Remediation.
  • Operative Effizienz: Remote Help + Advanced Analytics verlagern Teams von reaktiver Ticket-Bearbeitung hin zu proaktiver Prävention und schnellerer Wiederherstellung.

Auswirkungen für IT-Admins und Endanwender

  • Admins sollten mit einem vereinfachten Zugriff auf erweitertes Endpoint-Tooling über Kern-SKUs von Microsoft 365/EMS rechnen – potenziell mit weniger Add-on-Komplexität.
  • Security-Teams erhalten stärkere Kontrollen für Least Privilege, zertifikatsbasierte Authentifizierung und konsistentere App-Governance.
  • Endanwender profitieren von schnellerem Support (Remote Help), weniger Performance-/Compliance-Problemen (Advanced Analytics) und sicheren Zugriffsmustern, die BYOD-Privacy wahren können (Tunnel for MAM).

Action Items / nächste Schritte

  1. Message Center beobachten: Achten Sie auf die 30-Tage-Benachrichtigung und das Rollout-Timing in Ihrem Tenant.
  2. Aktuelle Lizenzierung und Add-ons prüfen: Identifizieren Sie, wo Intune Suite-Funktionen bereits genutzt werden und welche Auswirkungen das auf Beschaffung/Verlängerungen hat.
  3. Adoption-Pläne vorbereiten:
    • EPM-Policies pilotieren (Elevation-Rules, Approval-Scopes, Auditing).
    • Eignung von Cloud PKI für Wi-Fi/VPN-zertifikatsbasierte Authentifizierung validieren.
    • Operative Runbooks für Remote Help (RBAC, Logging und Support-Workflows) definieren.
  4. Mit Zero Trust abstimmen: Ordnen Sie diese Funktionen Anforderungen an Least Privilege, Device Compliance und Secure Access zu.

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