Intune-Updates Januar 2026: Win32-Installer & EPM
Zusammenfassung
Die Intune-Updates vom Januar 2026 erleichtern vor allem das Management von Win32-Apps: Administratoren können nun PowerShell-Skripte direkt als Installer hochladen, was schnellere Änderungen, flexiblere Deployments und eine klarere Erfolg-/Fehlerauswertung ermöglicht. Das ist besonders relevant, weil IT-Teams damit Software-Rollouts effizienter, nachvollziehbarer und compliance-sicherer umsetzen können – gerade in regulierten Umgebungen und bei komplexen Endpoint-Prozessen.
Audio-Zusammenfassung
Einführung: warum diese Intune-Updates wichtig sind
Die Intune-Verbesserungen im Januar zielen auf die täglichen Reibungspunkte ab, die IT-Admins am häufigsten spüren: das Packaging und Aktualisieren von Win32-Apps, das sichere Ermöglichen von Elevation ohne Abhängigkeiten vom User-Context zu brechen, sowie das Verwalten einer wachsenden Liste an Genehmigungen und Remediation-Workflows über Security- und Endpoint-Betrieb hinweg. Das Ergebnis sind schnellere Änderungszyklen, sauberere Auditierbarkeit und ein konsistenteres Admin-Erlebnis.
Was ist neu
PowerShell-Skript-Installer für Win32-Apps
Intune unterstützt jetzt das Hochladen eines PowerShell-Skripts als Installer, wenn eine Win32-App erstellt wird (statt ausschließlich eine Kommandozeile anzugeben). Intune paketiert das Skript zusammen mit dem App-Content und führt es im selben Kontext wie den Installer aus.
Wichtige Vorteile:
- Schnellere Iteration: Das Skript kann aktualisiert werden, ohne jedes Mal das vollständige App-Binary neu zu paketieren und erneut hochzuladen.
- Bessere Anpassbarkeit: Skripte für Prerequisite-Checks, Dependencies, Registry-Updates und Post-Install-Konfiguration nutzen.
- Verbesserte Transparenz: Installations-Ergebnisse werden im Intune admin center basierend auf Return Codes als success/failure gemeldet.
Das ist besonders hilfreich für Organisationen mit strengen Deployment- und Compliance-Anforderungen (z. B. Finanzwesen und Gesundheitswesen), in denen Installations-Workflows oft obligatorische Checks und Remediation-Schritte enthalten.
Endpoint Privilege Management (EPM) wird präziser
Hervorgehoben werden zwei EPM-Verbesserungen:
- Elevate as current user: Elevation kann jetzt den aktuellen User-Profile-Context beibehalten (Profilpfade, Environment Variables, personalisierte Einstellungen). Das ist wichtig für Installer und Tools, die auf das Profil des aktiven Users angewiesen sind.
- Scope tags für Elevation-Szenarien: Die Admin-Sichtbarkeit auf Elevation-Anfragen kann mit Scope tags eingeschränkt werden, was dabei hilft, Zugriff in regulierten oder segmentierten Umgebungen zu separieren.
Zusammen verbessern diese Funktionen die Nutzbarkeit für End User und stärken Audit Trails sowie Compliance-Reporting für Admins.
Admin tasks ist jetzt allgemein verfügbar (GA)
Admin tasks (unter Tenant Administration) bietet eine zentrale, priorisierte Warteschlange, in der Admins operative Tasks und Approvals durchsuchen, filtern und sortieren können.
Aktuell enthaltene Workloads:
- EPM elevation requests
- Multi Admin Approval (MAA) tasks
- Microsoft Defender for Endpoint (MDE) security tasks
- Device Offboarding Agent tasks (Microsoft Security Copilot)
Diese Vereinheitlichung ist wichtig, weil Approvals, Security-Remediation und Offboarding-Workflows zunehmend miteinander verknüpft sind – und jede Genehmigung/Ablehnung zur Unterstützung von Audit-Anforderungen protokolliert wird.
Apple Enrollment: ACME-Zertifikate und mehr Setup Assistant-Kontrollen
Intune rollt ACME protocol support für neue iOS/iPadOS/macOS-Enrollments aus. Neue Apple-Geräte erhalten ein ACME certificate statt SCEP, was den Schutz vor unautorisierter Zertifikatsausstellung verbessert und Zertifikats-Management-Fehler durch Automatisierung und stärkere Validierung reduziert.
Zusätzlich ergänzt Intune 12 neue Setup Assistant screens, die während Apple Automated Device Enrollment (ADE) gesteuert werden können, und bietet damit mehr Flexibilität, um das Onboarding-Erlebnis zu optimieren (oder stärker zu reglementieren).
Auswirkungen auf IT-Admins und End User
- Admins sollten weniger App-Packaging-Overhead, klarere Elevation-Governance und weniger „verlorene“ operative Tasks sehen, die über mehrere Blades und Tools verteilt sind.
- End user profitieren von zuverlässigeren App-Installationen, reibungsloseren Elevation-Erlebnissen, die mit user-profile-abhängigen Tools funktionieren, sowie konsistenterem Apple-Onboarding.
Action items / nächste Schritte
- Den Win32-App-Deployment-Prozess überprüfen und Packages identifizieren, bei denen ein PowerShell script installer Repackaging-Zyklen reduzieren kann.
- Bei Nutzung von EPM prüfen, wo user-context elevation erforderlich ist (Installer/Tools abhängig von Profilpfaden oder Environment Variables) und sicherstellen, dass Admin-Segmentierung mit scope tags übereinstimmt.
- Admin tasks als primäre Intake-Queue für EPM/MAA/MDE/Offboarding-Workflows pilotieren und Runbooks entsprechend aktualisieren.
- Für Apple-Plattformen Enrollment-Methoden (ADE/Configurator/Device Enrollment) bestätigen und die Einführung von ACME certificate planen – ebenso wie aktualisierte Anforderungen an das Setup Assistant-Erlebnis.
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