Azure Storage 2026: KI-Datenplattform für Training
Zusammenfassung
Microsoft richtet die Azure-Storage-Roadmap 2026 klar auf KI aus: Neue skalierte Blob-Konten und Azure Managed Lustre sollen riesige Trainings-, Tuning- und Inferenz-Datenströme mit sehr hoher Kapazität und Performance bedienen. Das ist wichtig, weil Unternehmen damit KI-Workloads im großen Maßstab sowie klassische latenzkritische Systeme effizienter, einfacher und kostengünstiger betreiben können.
Einführung: warum das wichtig ist
KI entwickelt sich von gelegentlichen Experimenten hin zu dauerhaftem Produktivbetrieb – insbesondere Inferenz und autonome „agentische“ Workloads, die anhaltende, hochgradig konkurrierende Zugriffsmuster erzeugen. Die Azure Storage-Roadmap für 2026 konzentriert sich darauf, durchgängige KI-Datenflüsse (Training → Tuning → Inferenz) zu ermöglichen und zugleich Kosten, betriebliche Einfachheit und Performance für klassische geschäftskritische Systeme wie SAP und Ultra-Low-Latency-Trading-Plattformen zu verbessern.
Was ist neu (und was Microsoft betont)
1) Training im Frontier-Maßstab: Blob und High-Throughput-Datenpfade
- Blob scaled accounts werden als Ansatz hervorgehoben, um über Hunderte von Scale Units pro Region zu skalieren – für Workloads mit Millionen von Objekten (typisch für Training-/Tuning-Datasets sowie Checkpoint-/Modelldatei-Management).
- Microsoft weist darauf hin, dass Innovationen zur Unterstützung von OpenAI-Scale-Operationen zunehmend breit für Unternehmen verfügbar werden.
2) Zweckgebauter Storage für KI-Compute: Azure Managed Lustre (AMLFS)
- Azure’s Partnerschaft mit NVIDIA DGX on Azure kombiniert beschleunigte Compute-Ressourcen mit Azure Managed Lustre, um GPU-Fleets kontinuierlich mit Daten zu versorgen.
- AMLFS bietet nun Preview-Support für 25 PiB Namespaces und bis zu 512 GBps Durchsatz und positioniert sich damit als erstklassige Managed-Lustre-Option für große Forschungs- und industrielle Inferenzszenarien (z. B. Automotive, Robotik).
3) KI-Ökosystem-Integrationen: schnellere Wege von Daten zur Inferenz
- Geplant sind tiefere Integrationen in KI-Frameworks, darunter Microsoft Foundry, Ray/Anyscale und LangChain.
- Native Azure Blob-Integration in Foundry soll dabei helfen, Unternehmensdaten in Foundry IQ zu konsolidieren – für Knowledge Grounding, Fine-Tuning und Low-Latency-Context-Serving – bei gleichzeitiger Beibehaltung von Governance und Security innerhalb des Tenants.
4) Agentischer Scale bei Cloud-native Apps: Block Storage + Kubernetes-Orchestrierung
- Microsoft hebt hervor, dass Agents eine Größenordnung mehr Abfragen als menschlich getriebene Apps erzeugen können und damit Storage-/Database-Layer stark belasten.
- Elastic SAN wird als zentraler Baustein für SaaS-artige, Multi-Tenant-Architekturen mit verwalteten Block-Storage-Pools und Guardrails beschrieben.
- Azure Container Storage (ACStor) verschiebt sich strategisch in Richtung Kubernetes-Operator-Modell und mit der Absicht, die Codebase als Open Source bereitzustellen – zusammen mit CSI-Treibern –, um die Entwicklung zustandsbehafteter Apps auf Kubernetes zu vereinfachen.
5) Preis/Performance für geschäftskritische Workloads: SAP, ANF, Ultra Disk
- Für SAP HANA zielen Azure’s M-series-Updates auf ca. 780k IOPS und 16 GB/s Durchsatz bei der Disk-Performance.
- Azure NetApp Files (ANF) und Azure Premium Files bleiben zentrale Shared-Storage-Optionen, mit TCO-Verbesserungen wie ANF Flexible Service Level und Azure Files Provisioned v2.
- In Vorbereitung: Elastic ZRS service level in ANF für zone-redundante HA mit synchroner Replikation über AZs hinweg.
- Ultra Disk-Performance wird betont (Latenz unter 500µs; bis zu 400K IOPS/10 GB/s sowie bis zu 800K IOPS/14 GB/s mit Ebsv6-VMs).
Auswirkungen auf IT-Admins und Plattform-Teams
- Es ist mit mehr Architektur-Fokus auf Durchsatz, Concurrency und Datenlokalität für Inferenz-lastige und agentische Apps zu rechnen.
- Kubernetes-Operatoren und ein potenziell Open-Source-ACStor könnten ändern, wie Teams zustandsbehaftete Workloads auf AKS standardisieren.
- Die Storage-Auswahl wird stärker workload-spezifisch: Blob für Datasets/Context, Lustre für GPU-Pipelines, Elastic SAN/Ultra Disk für High-IOPS-Transaktionsanforderungen, ANF für geteilte Enterprise-Workloads.
Action Items / nächste Schritte
- KI-Workloads nach Phase (Training vs. Inferenz vs. agentisch) abbilden und auf Storage-Typen ausrichten (Blob + AMLFS + Block/Shared).
- AMLFS-Preview-Limits (25 PiB/512 GBps) prüfen und GPU-Pipeline-Bottlenecks validieren, bei denen Lustre helfen kann.
- Elastic SAN für Multi-Tenant-SaaS oder hochkonkurrierende Microservices evaluieren, die gepoolten Block Storage benötigen.
- ANF Elastic ZRS einplanen, wenn zone-redundantes NFS mit konsistenter Performance für Enterprise-Apps benötigt wird.
- Für AKS-Teams: ACStor-Operator + Open-Source-Updates verfolgen, um maßgeschneidertes Management zustandsbehafteter Storage-Setups zu reduzieren.
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