E-Mail-Sicherheit: Neue Microsoft Defender Benchmarks
Zusammenfassung
Microsofts neuer Benchmark zur E-Mail-Sicherheit zeigt, dass Defender for Office 365 weiterhin den Großteil des Schutzes übernimmt: Besonders die nachträgliche Bereinigung per Zero-hour Auto Purge entfernte im Schnitt 70,8 % schädlicher E-Mails nach der Zustellung. Für Unternehmen ist das relevant, weil ICES-Tools zwar Zusatznutzen vor allem bei Marketing- und Bulk-Mails bringen, bei Spam und wirklich schädlichen Nachrichten aber nur geringe Zugewinne liefern – und Defender im Vergleich zu SEGs laut Microsoft weiterhin besser abschneidet.
Audio-Zusammenfassung
Einleitung
Microsofts aktueller Benchmark zur E-Mail-Sicherheit liefert nützliche Datenpunkte für Sicherheitsteams, die nativen Schutz, Secure Email Gateways (SEGs) und Integrated Cloud Email Security (ICES)-Tools bewerten. Für Administratoren, die für die Sicherheitslage von Microsoft 365 verantwortlich sind, verdeutlicht das Update, wo mehrschichtige Abwehrmaßnahmen Mehrwert schaffen und wo Microsoft Defender for Office 365 den Großteil der Arbeit übernimmt.
Was ist neu im Benchmark
Microsofts neueste Telemetrie, die die vergangenen Monate abdeckt, bestätigt mehrere Trends bei E-Mail-Sicherheitsbereitstellungen:
- Die Remediation nach der Zustellung durch Microsoft Defender bleibt signifikant: Defenders Zero-hour Auto Purge (ZAP) entfernte durchschnittlich 70,8 % der schädlichen E-Mails nach der Zustellung.
- ICES-Lösungen bieten einen inkrementellen Nutzen: In Kombination mit Defender verbesserten ICES-Partner die Filterung von Marketing- und Bulk-E-Mails um durchschnittlich 13,7 %.
- Begrenzter Zugewinn bei Spam und schädlichen E-Mails: Die zusätzlichen Filterungsgewinne durch ICES-Tools fielen bei E-Mail-Kategorien mit höherem Risiko geringer aus und lagen im neuesten Berichtszeitraum im Durchschnitt bei 0,29 % für Spam und 0,24 % für schädliche Nachrichten.
- Der Vergleich mit SEG fällt weiterhin zugunsten von Defender aus: Microsoft zufolge verpasste Defender weniger Bedrohungen mit hohem Schweregrad als die im Rahmen der Studie bewerteten SEG-Produkte.
Ausbau des ICES-Ökosystems
Microsoft nutzte die Ankündigung auch, um die Unterstützung für sein ICES-Partnerökosystem zu bekräftigen. Die derzeit integrierten Partner sind:
- Darktrace
- KnowBe4
- Cisco
- VIPRE Security Group
Diese Integrationen machen Partnererkennungen direkt im Microsoft Defender portal sichtbar, einschließlich Bereichen wie Quarantine, Explorer, email entity pages, advanced hunting und reporting. Das praktische Ziel besteht darin, Defense-in-Depth zu unterstützen, ohne SOC-Teams zu zwingen, zwischen separaten Konsolen zu wechseln.
Warum das für IT- und Sicherheitsadministratoren wichtig ist
Für Microsoft 365- und Sicherheitsadministratoren legen die Benchmark-Daten einige klare Erkenntnisse nahe:
- Schutz nach der Zustellung ist wichtig, weil Bedrohungen trotz Filterung vor der Zustellung weiterhin Posteingänge erreichen.
- Mehrschichtig eingesetzte Tools können helfen, aber der Nutzen variiert je nach Nachrichtentyp und kann operativ eher dabei helfen, den Posteingang zu entlasten, als die Erkennung schädlicher E-Mails wesentlich zu verbessern.
- Einheitliche Workflows reduzieren Reibungsverluste für Analysten, insbesondere wenn Erkennungen von Drittanbietern in Defender sichtbar sind, statt in einer anderen Management-Ebene isoliert zu bleiben.
Empfohlene nächste Schritte
Administratoren sollten die folgenden Maßnahmen in Betracht ziehen:
- Überprüfen Sie Ihre aktuelle Konfiguration von Microsoft Defender for Office 365, einschließlich ZAP, Safe Links, Safe Attachments und Reporting.
- Bewerten Sie, ob eine ICES-Bereitstellung messbaren Mehrwert liefert über Defender hinaus, insbesondere bei Spam, schädlichen E-Mails und der Benutzerproduktivität.
- Nutzen Sie Benchmark-Daten bei Vertragsverlängerungen oder Architekturprüfungen, um zu validieren, ob bestehende Investitionen in SEG oder ICES mit dem Bedrohungsprofil Ihrer Organisation übereinstimmen.
- Beobachten Sie das Defender-ICES-Ökosystem, wenn Ihr Team Partner-Schutzfunktionen nutzen möchte, ohne auf eine Single-Pane-of-Glass-Erfahrung zu verzichten.
Microsoft erklärt, regelmäßig weitere Benchmark-Updates zu veröffentlichen, um Organisationen mehr Transparenz darüber zu geben, wie E-Mail-Schutzmaßnahmen im großen Maßstab performen.
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