Microsoft Entra externe MFA jetzt allgemein verfügbar
Zusammenfassung
Microsoft hat die allgemeine Verfügbarkeit von externer MFA in Microsoft Entra ID angekündigt. Damit können Organisationen vertrauenswürdige Drittanbieter für MFA über OpenID Connect integrieren. Die Funktion ermöglicht IT-Teams, Microsoft Entra ID als zentrale Identitätssteuerung beizubehalten und gleichzeitig Conditional Access, Risikobewertung und die einheitliche Verwaltung von Authentifizierungsmethoden zu nutzen.
Audio-Zusammenfassung
Einführung
Microsoft hat externe MFA in Microsoft Entra ID allgemein verfügbar gemacht und bietet Organisationen damit einen unterstützten Weg, Drittanbieter für Multifaktor-Authentifizierung in ihre Identitätsumgebung zu integrieren. Das ist besonders wichtig für IT-Teams, die regulatorische Anforderungen erfüllen, komplexe Geschäftsszenarien unterstützen oder die Authentifizierung modernisieren müssen, ohne bestehende MFA-Investitionen aufzugeben.
Was ist neu?
Externe MFA, zuvor als externe Authentifizierungsmethoden bezeichnet, ist jetzt in Microsoft Entra ID allgemein verfügbar.
Zu den wichtigsten Punkten gehören:
- Unterstützung für vertrauenswürdige Drittanbieter von MFA
- Integration auf Basis des OpenID Connect (OIDC)-Standards
- Zentralisierte Verwaltung zusammen mit nativen Entra ID-Authentifizierungsmethoden
- Weiterhin erzwungene Anwendung von Conditional Access und Echtzeit-Risikobewertung bei der Anmeldung
- Unterstützung für Sitzungssteuerungen und Einstellungen zur Anmeldehäufigkeit
Das bedeutet, dass Organisationen Entra ID mit externen MFA-Anbietern erweitern können und Microsoft Entra ID dennoch als zentrale Richtlinien- und Identitätssteuerung nutzen.
Warum ist das wichtig?
Viele Organisationen nutzen bereits MFA-Tools von Drittanbietern – aus Compliance-, Geschäfts- oder Integrationsgründen. Externe MFA hilft in Szenarien wie diesen:
- Erfüllung regulatorischer oder branchenspezifischer Authentifizierungsanforderungen
- Unterstützung bei Fusionen und Übernahmen, bei denen mehrere Identitätssysteme parallel bestehen können
- Vereinheitlichung der Authentifizierung unter einer modernen Microsoft Entra-Architektur
Microsoft weist außerdem darauf hin, dass MFA das Risiko einer Kontoübernahme um mehr als 99 Prozent reduziert. Das macht diese Veröffentlichung besonders relevant, da Identitätsangriffe weiter zunehmen.
Auswirkungen auf IT-Administratoren
Für Administratoren liegt der größte Vorteil in der vereinfachten Kontrolle. Externe MFA wird innerhalb desselben Entra ID-Frameworks wie native Methoden verwaltet und bietet Teams damit eine zentrale Sicht auf Authentifizierungsoptionen.
Administratoren können außerdem Conditional Access-Richtlinien auf diese Anmeldungen anwenden, darunter:
- Echtzeitbasierte, risikogesteuerte Zugriffsentscheidungen
- Steuerung der Anmeldehäufigkeit
- Einstellungen für das Sitzungsmanagement
Microsoft warnt jedoch, dass eine zu aggressive erneute Authentifizierung die Benutzererfahrung verschlechtern und sogar das Phishing-Risiko erhöhen kann, wenn Benutzer zu häufig zur Bestätigung von Aufforderungen verleitet werden. Eine sorgfältige Abstimmung von Conditional Access bleibt daher entscheidend.
Maßnahmen und nächste Schritte
IT-Administratoren sollten die folgenden Schritte in Betracht ziehen:
- Prüfen Sie, ob Ihre Organisation derzeit einen Drittanbieter für MFA nutzt.
- Bewerten Sie externe MFA in Microsoft Entra ID im Hinblick auf die Kompatibilität mit Ihren Sicherheits- und Compliance-Anforderungen.
- Überprüfen Sie Conditional Access- und Richtlinien zur erneuten Authentifizierung, um übermäßige MFA-Aufforderungen zu vermeiden.
- Planen Sie für das Ende von Custom Controls, die am 30. September 2026 eingestellt werden.
- Folgen Sie den Anleitungen in Microsoft Learn, um mit der Implementierung und Migrationsplanung zu beginnen.
Organisationen, die derzeit Custom Controls verwenden, haben noch Zeit für den Übergang. Diese GA-Veröffentlichung zeigt jedoch deutlich, dass die Planung jetzt beginnen sollte.
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