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Power Apps 2025: Copilot, Agenten und Governance

3 Min. Lesezeit

Zusammenfassung

Microsoft richtet Power Apps 2025 als AI-first-Plattform neu aus: Mit der neuen Build-Erfahrung auf vibe.powerapps.com sollen Maker und Entwickler per natürlicher Sprache und AI-Agenten schneller produktionsreife Apps erstellen, inklusive Datenmodell, UI und APIs. Wichtig ist das vor allem wegen der engeren Verzahnung mit Microsoft 365 Copilot und der tenantweiten Governance, die Unternehmen mehr Produktivität durch KI ermöglicht, ohne Kontrolle über Apps, Automatisierungen und Agents zu verlieren.

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Einführung: warum das wichtig ist

Power Apps war lange die Brücke zwischen Low-Code-Makern und der Enterprise-App-Bereitstellung. Ignite 2025 markiert einen größeren Wandel: Microsoft positioniert Power Apps als AI-first-Entwicklungsplattform, in der „beschreibe, was du brauchst“ zu einer produktionsreifen App werden kann – während IT die Governance über Apps, Automatisierungen und Agents im gesamten Tenant behält.

Was ist neu

1) Eine neue Power Apps Build-Erfahrung (vibe.powerapps.com)

Microsoft hat eine neue Developer Experience unter vibe.powerapps.com angekündigt, die die Geschwindigkeit von „vibe coding“ mit der Skalierbarkeit von Power Platform verbindet. Ein Team von AI-Agents kann mit Makern und Entwicklern zusammenarbeiten, um:

  • Anforderungen und User Stories zu definieren
  • Ein Datenmodell vorzuschlagen
  • Full-Stack-Anwendungscode zu generieren (APIs, Formulare, UI-Komponenten)
  • Apps per Konversation plus Echtzeit-Point-and-Click-Bearbeitung zu verfeinern

2) Apps + Agents + Microsoft 365 Copilot: einheitliche, kontextbezogene Arbeit

Power Apps wird enger mit Microsoft 365 Copilot verzahnt, sodass Nutzer auf Geschäftsdaten zugreifen können, ohne ihren Arbeitsfluss zu verlassen.

  • Microsoft 365 Copilot in Power Apps: Copilot (einschließlich First-Party-Agents wie Researcher und Analyst) kann kontextbezogen über Geschäftsdaten und Microsoft Graph arbeiten.
  • Unified Copilot chat in model-driven apps (preview): Ab 10. Dezember 2025 können Kunden die einheitliche Copilot-Chat-Erfahrung in early release environments als Preview testen.
  • Agent feed: Ein aufgewerteter Feed sorgt für Transparenz darüber, was Agents tun, unterstützt Übergaben und hilft bei der Priorisierung von Aktionen.

3) Power Apps Model Context Protocol (MCP) Server

Mit dem Power Apps MCP Server können Agents „app skills“ (zum Beispiel intelligentes Ausfüllen von Formularen) auch außerhalb der App-UI nutzen. Praktisches Szenario: Während ein Nutzer eine Outlook-E-Mail prüft, kann er Copilot bitten, einen Power Apps-Datensatz anhand des E-Mail-Verlaufs zu aktualisieren – ohne zur App zu navigieren.

4) Erweiterte Governance und Verwaltung für das moderne App-Ökosystem

Microsoft hob fortlaufende Investitionen in Premium-Governance, Security, Operations und Availability hervor – plus breitere Abdeckung über klassisch erstellte Power Apps-Lösungen hinaus:

  • Neue inventory- und usage-reporting für sofortige Transparenz über Apps, Automatisierungen und Agents
  • Möglichkeit, auf Power Platform aus jeder Entwicklungsumgebung bereitzustellen und Apps anschließend zu erweitern mit:
    • Microsoft Entra Authentication und Authorization
    • Gesteuertem Zugriff auf 1.400+ connectors
  • Diese Apps können sich nativ in inventory, DLP policies, sharing limits, deployment pipelines und health metrics integrieren

Auswirkungen für IT-Admins und Endnutzer

  • Admins erhalten stärkere Tenant-weite Transparenz und Kontrolle, wenn die Zahl AI-generierter Apps und Agents wächst – inklusive verbessertem Reporting und Policy Enforcement über mehr App-Typen hinweg.
  • Entwickler können ihre bevorzugten Toolchains beibehalten und dennoch in die governte Runtime von Power Platform deployen.
  • Endnutzer profitieren von weniger Kontextwechseln (z. B. Outlook → Datensatz-Updates) und mehr Automatisierung durch Agents – mit Human-Approval-Loops, wenn erforderlich.

Action Items / nächste Schritte

  1. Prüfen Sie Ihre Power Platform governance baseline (DLP policies, environments, sharing controls, pipelines), um sich auf mehr AI-getriebene App-Erstellung vorzubereiten.
  2. Planen Sie die Evaluierung der Funktionen von vibe.powerapps.com und etablieren Sie interne Leitlinien, wann agentenunterstützte Generierung vs. traditionelle Build-Pfade eingesetzt werden sollten.
  3. Wenn Sie model-driven apps nutzen, bereiten Sie einen Pilot in early release environments vor der 10. Dez. 2025-Preview des unified Copilot chat vor.
  4. Richten Sie Ihre Identity- und Access-Strategie mit Microsoft Entra aus, für alle Code-Apps, die Sie auf Power Platform bereitstellen möchten.

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