Azure Smart Tier GA für Blob- und Data Lake Storage
Zusammenfassung
Microsoft hat Azure Storage Smart Tier für Azure Blob Storage und Azure Data Lake Storage in nahezu allen zonalen Public-Cloud-Regionen allgemein verfügbar gemacht. Die Funktion verschiebt Objekte automatisch anhand von Zugriffsmustern zwischen den Tiers Hot, Cool und Cold und hilft Unternehmen, Speicherkosten zu senken, ohne Lifecycle-Regeln manuell verwalten zu müssen.
Audio-Zusammenfassung
Einführung
Microsoft hat die allgemeine Verfügbarkeit von Smart Tier für Azure Blob Storage und Azure Data Lake Storage angekündigt. Für IT-Teams, die große Datenbestände verwalten, ist das relevant, weil die Funktion das Storage-Tiering auf Basis des tatsächlichen Objektzugriffs automatisiert und so sowohl Speicherkosten als auch den operativen Aufwand für die Pflege von Lifecycle-Richtlinien reduziert.
Was ist neu?
Smart Tier ist jetzt in nahezu allen zonalen Public-Cloud-Regionen für Blob- und Data Lake Storage allgemein verfügbar.
Zu den wichtigsten Funktionen gehören:
- Automatisches Tiering über die Storage-Tiers Hot, Cool und Cold hinweg
- Kontinuierliche Auswertung des letzten Zugriffszeitpunkts jedes Objekts
- Automatische Rückstufung auf Hot, wenn erneut auf ein Objekt zugegriffen wird
- Keine Gebühren für Tier-Übergänge, frühzeitige Löschung oder Retrieval bei von Smart Tier verwalteten Objekten
- Unterstützung für neue und bestehende zonale Storage Accounts über das Azure-Portal oder per API
Microsoft gibt an, dass sich während der Preview mehr als 50 % der von Smart Tier verwalteten Kapazität automatisch auf kühlere Tiers verschoben haben – basierend auf realen Nutzungsmustern.
So funktioniert Smart Tier
Smart Tier nutzt integrierte Regeln, um Daten ohne manuelle Lifecycle-Konfiguration zu verschieben:
- Häufig genutzte Daten verbleiben im Hot Tier
- Inaktive Daten wechseln nach 30 Tagen in Cool
- Daten wechseln nach weiteren 60 Tagen Inaktivität in Cold
- Lese- und Schreibvorgänge starten den Tiering-Zyklus neu
- Metadatenoperationen beeinflussen die Übergänge nicht
Dieser Ansatz ist für Umgebungen gedacht, in denen sich Zugriffsmuster im Laufe der Zeit ändern und im Voraus nur schwer vorhersagen lassen.
Auswirkungen auf IT-Administratoren
Für Azure-Administratoren ist der größte Vorteil der geringere Verwaltungsaufwand. Statt Lifecycle-Regeln zu entwerfen, zu testen und zu optimieren, können Teams Azure die Platzierung der Daten in den passenden Tiers automatisch überlassen.
Das ist besonders nützlich für:
- Analytics- und Telemetry-Workloads
- Data Lakes und Log-Speicher
- Große Objektspeicherumgebungen mit unvorhersehbaren Zugriffsmustern
- Organisationen, die Kostenspitzen durch erneuten Zugriff auf kältere Daten vermeiden möchten
Es gibt einige Einschränkungen, die beachtet werden sollten:
- Erfordert zonal redundancy
- Nicht unterstützt für Legacy-GPv1-Accounts
- Nicht anwendbar auf Page Blobs oder Append Blobs
Maßnahmen und nächste Schritte
Administratoren sollten geeignete Storage Accounts prüfen und ermitteln, wo Smart Tier bestehende Lifecycle-Regeln ersetzen kann.
Empfohlene nächste Schritte:
- Zonale Blob- oder Data Lake Storage Accounts mit gemischten Zugriffsmustern identifizieren
- Prüfen, ob sich bestehende Lifecycle-Regeln vereinfachen oder entfernen lassen
- Smart Tier als Standardzugriffstier für neue oder bestehende unterstützte Accounts aktivieren
- Alle Objekte ausschließen, die fest an ein bestimmtes Tier gebunden bleiben müssen
- Kosten- und Tiering-Verhalten nach dem Rollout überwachen
Für Organisationen, die große und schnell wachsende Datensätze verwalten, bietet Azure Smart Tier einen einfacheren Weg, Storage-Kosten zu optimieren und Daten gleichzeitig online sowie sofort zugänglich zu halten.
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